Hallo ihr Lieben,


gerade empfinde ich es als ein großes Glück, um die Zusammenhänge von Verbindung und Trennung zu wissen - in dieser Zeitqualität, die immer wieder neu einen Standpunkt von uns fordert. Aus diesem Glück heraus entstand der Wunsch, euch heute davon zu erzählen.

 

Zu erzählen davon, dass wir für die Erfüllung unserer Wünsche und Bedürfnisse in unseren Beziehungen nicht kämpfen müssen. Dass es genügt sie einmal zu äußern, in der Wahrheit unseres Herzens, ruhig, freudevoll, traurig - wie auch immer. Vielleicht auch zwei oder drei mal, wenn du das willst. Aber finde den Stoppunkt.

 

Werden wichtige Bedürfnisse, die in einer Beziehung nicht erfüllt werden, berichtet dies davon, dass es gar keine Beziehung gibt. Denn zur Beziehung gehört die Achtung von den Bedürfnissen meines Partners, meiner Partnerin. Ohne diese Achtung gibt es keine Verbindung zwischen uns. Ohne diese Achtung ist die Beziehung bereits getrennt. Und das gilt für alle Beteiligten.

 

Erzählen will ich euch auch davon, dass auch ich in der Vergangenheit lange, lange über Trennungen nachdachte - wie so viele Menschen immer und immer wieder, meist Frauen - ohne zu verstehen, dass die Trennung ja bereits Realität ist - und dass ich gehen darf, ohne Schuldgefühle, etwas zu zerstören - das doch gar nicht (mehr) existiert.

 

Das Wegggehen aus einer Beziehung ist nichts schlechtes. Es ist ein gesellschaftliches Narrativ, eine zweckhafte Erzählung, dass Beziehungen viele, viele Jahre halten müssen, um gut zu sein. Unsere Gesellschaft baute einst darauf auf, dass Ehen unauflöslich sind - und so mancher versucht diesen alten Zustand aufrecht zu erhalten, koste es was es wolle. Diesen uralten Anspruch, der Generationen im Unglück festhielt, dürfen wir ablegen - wie einen Pullover, der an unseren nun trainierten Schultern zu eng geworden ist.

 

Beziehungen sind dann gut, wenn sie den beteiligten Menschen gut tun. Glücklich zu sein, ist eines jeden Menschen Geburtsrecht.

 

Seid von Herzen gegrüßt

Stephanie

 

PS: Wenn ihr mögt, schreibt mir, was euch dazu durch Kopf, Herz und Bauch geht. Ich freue mich immer über Erwiderungen.